Ein gelbes Blatt mitten im grünen Baum, ein raschelnder Wegrand, eine Krone voller unterschiedlicher Farben: Für eine Herbst-Schnitzeljagd brauchst du keinen versteckten Schatz. Gib deiner Gruppe fünf konkrete Beobachtungsaufträge und mache die Natur selbst zum Inhalt der Runde.
Mit Globe Chaser kannst du passende Orte und Aufgaben zu einem digitalen Abenteuer verbinden. Die folgenden Ideen sind für einen gemeinsamen Ausflug gedacht. Wähle beim Vorabgang die Stationen aus, die an deinem Ort tatsächlich funktionieren. Der Kalender allein garantiert weder bunte Blätter noch Kastanien am Weg.
Eine Herbstmission mit einem klaren Ziel
Stelle die Runde unter die Frage: „Woran erkennen wir hier den Herbst?“ Jede Station liefert eine Beobachtung, die ihr am Ende zusammenlegt. Dabei müssen nicht alle Ergebnisse gleich aussehen. Eine Gruppe findet drei Blattfarben, eine andere bemerkt vor allem, dass zwei benachbarte Bäume sehr unterschiedlich wirken.
Ein kurzer Rundweg durch einen Park eignet sich als Ausgangspunkt. Prüfe, ob ihr an den ausgewählten Stellen bequem stehen könnt, ohne andere Menschen zu behindern. Aufgaben am Wasser oder auf einer Böschung sind nicht nötig: Ein gut erreichbarer Baum oder eine Bank mit Blick ins Grüne bietet oft genug Gesprächsstoff.
Fünf Naturaufgaben für unterwegs
1. Finde eine Farbfolge
Der Auftrag lautet: „Entdeckt drei verschiedene Farben an Blättern und beschreibt, wo ihr sie seht.“ Die Gruppe kann die Funde fotografieren oder gemeinsam benennen. Es geht nicht darum, möglichst viele Blätter abzureißen. Sind noch fast alle grün, sucht ihr stattdessen verschiedene Grüntöne und haltet genau das als Ergebnis fest.
2. Vergleiche zwei Blattränder
Sucht vom Weg aus zwei gut erkennbare Blattformen. Ist der Rand glatt, gezackt oder in größere Abschnitte gegliedert? Lasst eine Person ein Blatt beschreiben und die anderen das passende Motiv finden. Baumarten müsst ihr dafür nicht erraten. Wer den Namen herausfinden möchte, kann die Beobachtung später mit einem geeigneten Bestimmungsbuch abgleichen.
3. Betrachte zwei Bäume als Ganzes
Wählt zwei Bäume, die von einem gemeinsamen Standort aus sichtbar sind. „Was ist gleich, was ist anders?“ lenkt den Blick auf Krone, Blattmenge und Farben. Als Ergebnis reichen zwei Unterschiede. Aus einer einzelnen Beobachtung lässt sich noch nicht ableiten, warum ein Baum seine Blätter früher verliert. Trennt deshalb Beschreibung und Vermutung.

4. Höre eine halbe Minute lang zu
Bleibt an einem ruhigen, geeigneten Haltepunkt stehen. Alle hören kurz zu und nennen anschließend ein Geräusch. Vielleicht sind es Blätter im Wind, Schritte oder ein Vogel; vielleicht dominiert die Straße. Auch das ist eine Beobachtung. Spielt keine Tierstimmen ab, um eine bestimmte Reaktion zu erzwingen, und versprecht keinen Tierfund.
5. Merke dir einen Ort für den nächsten Besuch
Wählt einen Baum oder einen übersichtlichen Ausschnitt am Parkweg. Beschreibt ihn so, dass ihr ihn wiederfindet. Ein Foto vom gleichen öffentlichen Standort kann beim nächsten Spaziergang den Vergleich erleichtern. Was hat sich verändert, was blieb gleich? Damit wird aus dem Ende der Rallye der Anfang einer kleinen Entdeckungsreihe.
Halte Ergebnisse einfach fest
Für jede Station genügen eine Beobachtung und eine offene Frage. Du kannst sie auf einer kleinen Karte notieren oder im Anschluss gemeinsam sammeln. Diese Übersicht ist ein Beispiel, keine fest eingebaute App-Funktion.
| Station | Mögliches Ergebnis | Frage für später |
|---|---|---|
| Farben | Grüne und gelbe Blätter am selben Baum | Wie sieht er beim nächsten Besuch aus? |
| Blattränder | Ein glatter und ein gezackter Rand | Zu welchen Bäumen gehören sie? |
| Baumvergleich | Eine Krone wirkt deutlich lichter | War das vor einer Woche schon so? |
Entdecken, ohne Quartiere aufzuräumen
Lasst Laubhaufen, Totholz und andere mögliche Rückzugsorte unberührt. Der NABU Leipzig erklärt die Bedeutung von Herbstlaub als Lebensraum und Winterquartier. Für eure Rallye folgt daraus eine einfache Spielregel: beobachten und beschreiben, statt unter Laub nach Tieren oder versteckten Zetteln zu suchen.
Pilze, Beeren und unbekannte Pflanzen werden nicht probiert. Auf nassem Laub geht ihr aufmerksam und bleibt zum Lesen am Smartphone stehen. Bei ungeeigneten Wetterbedingungen verschiebt ihr den Ausflug. Ein kleiner Snack und eine geplante Pause sind angenehmer als eine zusätzliche Station, die niemand mehr machen möchte.
Mach aus dem Spaziergang deine eigene Entdeckerrunde
Starte mit den Aufgaben, die beim Vorabgang am besten zu deinem Park passen. Teste die Route auf den vorgesehenen Geräten und formuliere jede Aufgabe in wenigen verständlichen Sätzen. Den technischen Einstieg findest du im Beitrag zum Planen einer digitalen Schnitzeljagd.
Wenn Kinder, Eltern und Großeltern gemeinsam mitkommen, hilft dir zusätzlich unser Ratgeber zum Familienausflug mit drei Generationen. Am Ende zeigt jede Person ihre interessanteste Entdeckung. So bekommt auch der vertraute Park ein paar neue Seiten.
Schnitzeljagd App für Erwachsene & Kinder | Globe Chaser World